Dass sich Konzerne durch die Wahl ihrer Firmenschrift vom Konkurrenten absetzen können, ist mittlerweile weithin bekannt. Dass man sich zu diesem Zweck eine komplett neue Schrift von Type Designern gestalten lassen kann, wahrscheinlich weniger.

Bruno Maag ist so einer. Und nicht irgendeiner. Seine 1991 zusammen mit Liz Dalton gegründete Londoner Firma zählt zu den weltweit renommiertesten Studios in Sachen Custom Type. Er und seine 10 Mitarbeiter konzipieren und gestalten Schriften für Kunden wie BMW, TUI, McDonald’s, Toyota, British Telecom, UBS, Winterthur Insurance, Vodafone und Coop Schweiz.

So, Kinnlade wieder rauf.

An diesem Tag fand nicht nur die Eröffnung der Schrift-Ausstellung im Studio von Walking Chair statt – im Vorfeld gab’s einen von Fidel Peugeot moderierten Experten-Talk für Interessierte, bei dem Bruno Maag aus dem Nähkästchen seiner (sehr strengen) Schule plauderte und sogar Tendenzen in Richtung typographischer Weltherrschaft mittels Dalton-Maagscher Übermacht erkennen ließ.

Anders als in Maags Herkunftsland Schweiz herrscht hierzulande noch Dornröschenschlaf in Sachen Type Design. Es macht sich jedoch seit einigen Monaten eine Aufbruchsstimmung breit, was euren Schriftrat* ganz besonders freut. Zu dieser Stimmung tragen, neben den Aktivitäten unserer geschätzten Typographischen Gesellschaft, auch Walking Chair mit der Konzeption und Ausrichtung dieser Ausstellung bei.

SHAPE MY LANGUAGE – Eine Ausstellung von Bruno Maag
4. März – 12. Juni 2010

Ort: Walking Chair Gallery
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 11.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt: Eintritt ist frei!

Weltherrschaft der Typographie – Euer Schriftrat.*






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* Der Schriftrat der KDW ist Spezialist in Sachen Typographie und Gastautor in diesem Blog. Unter dem Label FaceType gestaltet und vertreibt er selbst vielfältige Schrifttypen.

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Der öffentliche Raum ist wohl das breiteste Medium wo Kommunikation stattfindet. Er ist ein neutraler Bereich in dem jedermann demokratisch seine Botschaften platziert. Resultat ist allerdings eine Schlacht zwischen Texten, Worten, Logos – ein Krieg der Zeichen eben.

Ein Krieg der zwischen Plakatwänden, Medienfassaden, Leitsystemen, Graffiti, Geschäftsportalen und Verkehrsschildern um die Aufmerksamkeit des Rezipienten tobt. Die Ausstellung im designforum WIEN nimmt sich diesem Thema an und versucht den Kampf um die Informationsvermittlung im öffentlichen Raum erkundbar zu machen.

Dabei hat Markus Hanzer – Kurator der Ausstellung und Begründer des typemuseum – starkes Augenmerk auf Interaktion gelegt. Der Besucher gestaltet die Inhalte mit und hinterlässt ebenso seine Spuren im öffentlichen Raum des designforums – sehr demokratisch!

Krieg der Zeichen – Spurenlesen im urbanen Raum
Ausstellung bis 30. August 2009
Ort: designforum WIEN | Museumsquartier, Hof 7
Öffnungszeiten: Mi – Fr, 10.00 – 18.00 Uhr, Sa – So 11.00 – 18.00 Uhr
Eintritt: € 2,- (für Design Austria und Designstiftungs Mitglieder kostenlos)

Lasst uns den öffentlichen Raum analysieren um Kriege zu vermeiden – Der Kunstdirektor.

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